„Change is a thing you can count on“

We’ve been home for 2 ½ months now. Looking back it is hard to grasp. The experiences we had, cannot really be explained to friends and family at home. Every now and then I catch myself looking out a window, remembering something that made me smile on the other side of the world or something that just makes me want to pack my bags and leave.

Go back, to where I spend the best year I could possibly have asked for.

Even now after all this time back at home, it’s hard to let the feelings in. During the past months so much has happened that it’s easy to push those emotions away – „I’ll deal with them later“, but I don’t really want to.

But this text is not for me, really. I want to dedicate it to the country and the people whom I now miss so dearly.

My Mum says, that I’ve changed, I’ve grown. I know what she means, though I cannot quiet put my finger on it. I felt myself changing.

It is what Cambodia does to you, in a way.

How to describe this country best? I say, It’s a feeling.

It’s that feeling you get when the (kind of weird) Khmer music kicks in an everyone around you just starts singing and dancing.

It’s that feeling you get when people you don’t know invite you for dinner.

It’s that feeling when the sun rises at 5.00 am in the most extraordinary way and you are suddenly just happy to be alive.

It’s that feeling you get when the woman selling food on the street smiles at you with that utter joy only Cambodians seem to know.

It’s that feeling you get when the kids eyes light up while playing football.

It’s that feeling you get at the end of the day, when you are completely exhausted but it was totally worth it.

I really hope, some of my friends in Cambodia read this. Because they made these 12 months amazing. Workers, Khmer teachers, students and everyone whom we met along the way. It was a real priviledge getting to know you. Thank you for opening up to us, sharing your home with us. You all have tought me so much.

I sure hope I will get to see you again some time!

I miss you. ខ្ញុំ​នឹក​អ្នក

I love you. ខ្ញុំ​ស្រលាញ់​អ្នក

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Abschluss

In den nächsten Tagen werde ich noch einige weitere Texte schreiben. Es ist nicht so einfach, das in Worte zu fassen was gerade in uns vorgeht. Gestern haben wir uns verabschiedet. Es ist Zeit für uns zu gehen. Sonntag sind wir wieder in Deutschland.

Hier die offizielle Version 😉

Abschlussbericht, 25. Juli 2017, weltwärts-Dienst Kambodscha, Inga Buschmann

Phnom Penh – 20:58: Der Weg in Richtung Independence Monument strahlt in der dunklen Nacht. Irgendwo weint ein Kind. Mehrere Gruppen haben sich zum abendlichen Fußballspiel eingefunden. Immer wieder ertönt ein freudiges Lachen – und die Welt steht für einen kurzen Moment still.

Tonle Bati – einen Tag zuvor 15:43: „Teacher, no go home“, die Worte die sich wie Klauen in mein Herz bohren. „I love you, Teacher“, das schmerzverzerrte Gesicht eines Kindes starrt mich an. „I miss you“. Ich werde dich auch vermissen.DSCF2633

Kambodscha, du Land der Wunder!

Niemals hätte ich gedacht, dass es so wird. Das ein Land einen Menschen in solcher Weise berühren kann. Das Menschen mir innerhalb eines Jahres so ans Herz wachsen können. Das sie mich durch ihre Güte verändern und zu einem besseren Menschen machen.

Phnom Penh – 20:52: Am vietnamesischen Kriegsdenkmal sitzt eine Gruppe Jugendlicher. Einer spielt Gitarre. Sie singen zusammen. Nicht besonders schön. Aber mit einer Lebensfreude die mein Herz erwärmt.

Kambodscha, du bist wunderschön!Processed with VSCO with c1 preset

Es war ein gutes Jahr. Ein sehr gutes Jahr. Das Beste meines bisherigen Lebens.

Als ich vor 3 Wochen die Aufforderung bekam, meinen Abschlussbericht zu verfassen war ich dafür nicht bereit. Ich wollte nicht im Kopf damit abschließen. Jetzt muss ich es, aber mein Herz versteht es nicht.

Phnom Penh – vor 353 Tagen: Wie gebannt steigen wir aus dem weißen Minivan. Unser neues Zuhause erstreckt sich vor unseren Augen. Ein großes Gelände, einige Häuser säumen den Weg. Am Ende steht unser Haus. Es ist nicht schön und es bietet nicht viel, für uns ist es 12 Monate später aber dennoch ‚Zuhause‘.

Viele Eindrücke schießen in meinen Kopf wenn ich über das vergangene Jahr nachdenke.

Die unzähligen Fußballschlachten, immer wieder im strömenden Regen ausgetragen.

Lachende Kinderaugen, die mich verzückt ansehen und dann neugierig umher blicken.

Wunderbare Ausflüge ins wilde Kambodscha, zur riesigen Tempelstadt oder magischen Inseln.

Atemberaubende Sonnenaufgänge – der beste Wecker der Welt.

Schallendes Gelächter aus dem Aufenthaltsraum der Volunteers – ein gelungener Spieleabend findet seinen Höhepunkt.20170318_172750

Tonle Bati – November 2016: „Maybe we will have to close down the school – at least the teachers from Phnom Penh will have to leave“. Die Worte unserer Schulleiterin. Die Welt steht Kopf.

Tonle Bati – Februar 2017: Wir sind angekommen. Wirklich angekommen. Monatelang waren wir auf der Suche nach unserem Platz. Jetzt haben wir ihn gefunden und unser Abenteuer kann beginnen. In den folgenden Monaten fühlt sich endlich alles vollkommen richtig an.

Es sind die Menschen. Sie werden mir am meisten fehlen. Die Kinder, welche zu meinen Lehrern wurden. Die Worker, welche trotz Sprachbarriere immer für mich da waren. Fremde, die mir über ihren Nudelstand hinweg ein Lächeln zuwerfen. Meine drei Abenteurer, welche mich 12 Monate lang begleiteten – sie sind das Beste was ich mit nach Hause nehme.DSC_0621

Dieses Jahr hat mir vieles geschenkt. Es war ein Geschenk an sich. Dafür bin ich unendlich dankbar.DSC_0206

 

Some toe, für die Verspätung ;)

Hallo Hallo, so da habe ich jetzt aber echt mal lange nicht gemeldet was?

Also fasse ich im folgenden die vergangenen Monate mal für euch zusammen (überwiegend in Bildern).

Viel Spaß!!

  1. Schulausflug zum nahe gelegenen Tempel
  2.  Wochenendtrip nach Ho Chi Minh – Vietnam!!!

 

3. Melting Pot Party – Fundraising in Phnom Penh

 

4. Horseback Riding near Phnom Penh

 

5. Field Trip to the Zoo

 

6. Koh Rong

Der wilde Nordosten oder Khmer New Year im Dschungel

Wie ihr ja bereits im letzten Bericht mitbekommen habt gab es für uns dank der Feiertage zum Khmer New Year ein bisschen Urlaub zu verbuchen 🙂 Den hatten wir uns nach dem Stress der vergangenen Wochen auch rechtlich verdient. Alle waren froh mal für ein paar Tage rauszukommen und sich der wunderschönen Natur Kambodschas zu widmen.

Für uns ging es nämlich ca. 3 Monate vor Abreise zu unserem letzten großen Ziel – in den wilden Osten.

Angefangen wurde jedoch in Kratie, einem Städtchen ca. 250km nordöstlich von Phnom Penh. Hier verbrachten wir 2 tolle Tage bei super Wetter. Es wurden Motos gemietet und dann ging es zu den umliegenden Attraktionen. Unser erstes Ziel war der sogenannte „Schildkrötentempel“. Der Tempel hat hiebei eigentlich nicht direkt etwas mit den süßen Flussbewohnern zu tun. Die Mönche jedoch engagieren sich im nahegelegenen Artenschutzprojekt, welches sich mit der stetig sinkenden Population verschiedener Schildkröten beschäftigt. Eine super Idee wie ich finde! Der Eintritt ist zwar etwas überteuert, aber man unterstützt damit eine gute Sache.

So süüüßß ♡♡

Danach ging es dann noch ein bisschen durch die wilde Natur, welche unsere Kenntnisse im Motofahren mal wieder auf den Prüfstand stellte 😛

Holztransport…

♡♡

Abends wurde dann günstig aber sehr lecker am Nudelstand gegessen und dem Wolkenbruch zugesehen, der sich über der Stadt entlud.

Am nächsten Tag ging es dann zum ersten Highlight dieses Urlaubs. Zumindest für mich. Da Kratie direkt am Ufer des Mekongs gelegen ist und in der Nähe zwei „Süßwasserpools“ sind findet man hier ein paar wenige verbleibende Flussdelfine. Die „Irrawaddy-Delfine“ sind eine sehr stark bedrohte Art die es nur noch in den Mekongabschnitten in Kambodscha und Laos zu finden gibt. Deutlich erkennbar sind sie an ihrer runden Kopfform. Leider war der Kajak Anbieter in Kratie bereits im Neujahrsurlaub, sodass wir auf ein Motorboot zurückgreifen mussten. Zum Glück hatten wir aber einen scheinbar sehr verständnisvollen Fahrer, der das Boot größtenteils nur mit dem Paddel fortbewegte. Trotzdem bekamen wir die scheuen Tiere nie wirklich genau zu sehen. Außer einmal als sich eines der Tiere einen Spaß erlaubte und zu unser aller Überraschung aus dem Wasser sprang 🙂 Ein anderes Mal tauchte ein Delfin ca 4 Meter neben unserem Boot auf. Wir alle waren so erstaunt und euphorisch das gar keine Zeit blieb um die Kamera zu zücken und diesen unglaublichen Moment festzuhalten.

Anschließend ging es in die Stadt zurück und wir setzten mit der „Fähre“ zur Mekonginsel „Koh Trong“ über. Diese ist direkt vor Kratie gelegen und hat einen Umfang von ca. 14km. Sie besteht zum größten Teil aus Sandbänken und so machten wir uns mit ein paar geliehenen Fahrrädern auf eine Rundtour.

Einen Tag später machten wir uns dann auf den Weg nach Sen Monorom, Mondulkiri. Die Busfahrt dorthin war – sagen wir mal: interessant. Als wir in den Bus einstiegen ahnten wir noch nicht wie interessant 😉 Unter den recht skeptischen Blicken unserer Mitfahrer stiegen wir also in den halbvollen Bus und machten es uns auf den Sitzen bequem. Nach und nach begann sich dann der Bus mit Menschen zu füllen, alle Khmer. Nachdem alle Sitzplätze gefüllt waren wurden im Mittelgang Sitze aufgestellt und die Kinder zu zweit auf einen Sitz gepackt. Immer wenn ich dachte: Jetzt können wir unmöglich noch mehr Leute unterbringen kamen noch zwei oder drei dazu. Dann wurde sich wieder umgesetzt und hier oder da noch ein Kind dazu gequetscht. Letztendlich saßen in dem für höchstens 25 Personen ausgelegten Bus, 45 Leute und 1 Baby. Moritz teilte sich die Rückbank mit 4 Khmers und einem Kleinkind welches alle Fahrgäste um sich herum als Klettergerüst benutzte. Zwischen Joke und mir saß im Mittelgang ein Vater mit seinen 2 kleinen Söhnen auf dem Schoß. Kurz gesagt waren wir alle froh als wir nach ca. 4 Stunden unser Ziel erreichten und die schmerzenden Beine ausstrecken konnten.

Davon musste sich ertmal erholt werden und so machten wir uns erst folgenden Tag auf unsere Erkundungstour (wieder mal per Moto) in die nähere Umgebung. Als erstes statteten wir dem Busra-Wasserfall einen Besuch ab. Dieser erstreckt sich über drei Ebenen und ist ein nettes Ausflugsziel, auch für die Khmers. Einmal ins kühle Nass getaucht und weiter gings. Allerdings wurden wir von einem heftigen Regenschauer überrascht, der sich über mehrere Stunden erstreckte. Also kuschelten wir uns in „warme“ Klamotten und genossen einen gechillten Nachmittag bei Karten spielen und gutem Essen.

Der nächste Tag wurde mit Spannung erwartet, denn es ging ins „Elephant Valley Project“. Dieses Projekt setzt sich für den Artenschutz der in Kambodscha lebenden Elefanten ein und bietet außerdem 10 aus der Zwangsarbeit „geretteten“ Elefanten einen weitestgehend natürlichen Lebensraum. Diese „Elies“ durften wir einen Tag lang begleiten und aus nächster Nähe die Verhaltensweisen der tierischen Riesen beobachten. Interessant war allerdings nicht nur was wir über das Projekt und dessen Bewohner lernten, sondern auch die Einblicke in die Lebensweise der etnischen Minderheiten der Umgebung und der „Mahouts oder Elephantkeepers“ die ebenfalls aus diesen Dörfern kommen. Alles in allem ein sehr schöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen 🙂

Und dann ging es auch schon weiter. Welcome back to Banlung! 🙂

Hier stürzten wir uns dann richtig ins Abenteuer und begaben uns auf eine dreitägige Dschungeltour.

Gemeinsam mit unserem Guide und einer weiteren Tourteilnehmerin machten wir uns also, nach einem sehr starken Gewitter in der vorausgehenden Nacht, zunächst per TukTuk auf den Weg in Richtung Fluss. Dort wurden wir per Boot den Fluss hinauf in Richtung Dschungel gefahren und an einer abgelegenen Anlegestelle abgesetzt. Von hier machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Zunächst noch durch Gras und zwischen vereinzelten Häusern gelangten wir schon bald in den stetig dichter werdenden Dschungel. Nach einer kurzen Mittagspause bei der wir auf eine andere Gruppe stießen, die das selbe Ziel hatte wie wir, machten wir uns wieder auf den Weg. Obwohl ab hier kein wirklicher Weg mehr zu erkennen war und wir uns scheinbar richtungslos durchs Dickicht schlugen. Doch unsere beiden Ranger führten uns sicher an riesigen Spinnen und Schlangen vorbei zu einem Wasserfall fernab jeglicher Zivilisation. Hier schlugen wir unser Nachtlager auf. Die Hängematten wurden unter einer zu einem Zelt ausgebreiteten Plane aufgehängt. Zum Abendessen verschlangen wir eine super leckere „Bamboo-Soup“ welche in einem Bambusstamm gekocht wurde. Dann ging es auch relativ früh todmüde in die Hängematte. Die Nacht war zwar nicht die erholsamste, aber dennoch schlief ich besser als gedacht. Auch wenn ich mich nachts einmal aus meiner Hängematte herauszwengen musste um sie wieder etwas nachzuziehen. 

Morgens wurde ich dann von den Schreien der Gibbons geweckt die um uns herum ihre Reviere markierten. Nach einem morgentlichen Bad im Wasserfall und einem ausgiebigen Frühstück (Omlett mit Brot) ging es dann den Berg hoch. Und wie… Oben angekommen mussten wir wohl oder übel erstmal zehn Minuten Pause machen und liefen anschließend mit zitternden Oberschenkeln weiter. Nach einiger Zeit kamen wir wieder aus dem Dschungel heraus und aßen bei unserem Bootsfahrer zu Mittag. Dann ging es mit dem Boot zur nahegelegenen indigenen Village. Leider war diese genau die selbe welche ich auch schon mit meinen Eltern zusammen besucht hatte. So war der Nachmittag nicht sonderlich interessant, aber es war dennoch schön nochmal herzukommen. Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer.

Null am schwitzen 😛

Am nächsten Tag besichtigten wir den Friedhof und machten uns anschließend auf den Weg zurück nach Banlung, per Boot und TukTuk. Zurück in der Zivilisation bemerkten wir erst die Auswirkungen des Khmer New Years, denn es war Neujahrstag und somit tote Hose in der ganzen Stadt. Also gönnten wir uns erstmal eine ausgiebige Dusche und machten uns anschließend auf die Suche nach etwas zu Essen.

Nach einem tollen Abendessen und einer guten Mütze voll Schlaf ging es am nächsten Morgen nach Phnom Penh, dennn nach 10 Tagen waren unsere Ferien auch schon wieder vorbei. In Phnom Penh sammelten wir die anderen ein und kehrten zurück an die Schule. Neue Stundenpläne gab es sogleich und ansonsten veränderte sich eigentlich nichts.

So sind wir jetzt also wieder voll im Arbeitsrythmus und schleppen uns ein wenig durch die heißen Tage. Und in Deutschland schneits. Viel Spaß damit und bis bald 😛

The kids are alright

Sodelle, da bin ich mal wieder!
Dieses Mal will ich euch von unserem momentanen Schulalltag mitsamt „Khmer New Year Party“ und „Seametrey Olympic Games“ berichten.

Derzeit teilt sich mein Stundenplan gleichermaßen in Englischstunden und Schwimmstunden. Die eine oder andere Klasse macht natürlich mehr Spaß zu unterrichten und mittlerweile hat jeder auch den einen oder anderen Lieblingsschüler 😉

MengLy ♡♡

Eising 🙂

Chantraaaaaa

Montags ist es zu Beginn der Woche sehr leer in meinem Plan. Wie jeden Tag unterrichte ich hier die 1.2 – meine Miniklasse (5-6 Schüler im Alter von 6-7 Jahren). Im Englischunterricht basteln wir ABC-Bücher und lernen die englischen Laute. 2 Stunden täglich verbringe ich mit den kleinen Rackern, die zum einen unglaublich süß aber teils auch sehr anstrengend sind. Jeder von ihnen hat seine kleinen Eigenheiten.

Danach folgt sowohl Dienstags als auch Donnerstags die 2.1. Sagen wir es mal so: definitiv nicht meine Lieblingsstunden in der Woche. Dennoch geben wir unser Bestes im Lernen von Wochentagen und Farben.

Nach der zweiten Stunde mit der 1.2 kommt dann eine meiner (und Jokes) Lieblingsklassen – die 2.3. Die sind einfach alle super!! Witzig, sportlich und total motiviert. Zweimal die Woche haben Joke und ich mit ihnen Schwimmunterricht und dreimal gucken wir im Englischunterricht Filme, setzen einfache Sätze zusammen und lernen Vokabeln.

Montags ist mein Tag damit auch schon beendet, an den anderen Tagen beschäftige ich vor der Mittagspause noch Klasse 7 oder Klasse 4. Im Schwimmunterricht. Diese Stunden machen eigentlich immer Spaß! Zwar hatten alle Lehrer in den letzten Monaten mit den total in der Pubertätsphase versunkenen Vierern zu kämpfen, aber in letzter Zeit komme ich wieder besser mit ihnen klar :)

Dann ist endlich Mittagspause! Eine Stunde bleibt uns zum Essen, Ausruhen und Tratschen.

Danach gibt es für mich Schwimmunterricht 🙂 

Klasse 1.1 / 1.2 / 6

Die Kleinen sind vom Schwimmen natürlich total begeistert. So haben Lenny und ich manchmal ein bisschen Probleme sie in ihrem Enthusiasmus unter Kontrolle zu behalten. Dennoch sind es immer sehr lustige Stunden bei denen gegen Ende immer bis zu 10 Kinder an einem Lehrer hängen.

Die 6er sind nicht so unbedingt begeistert vom Schwimmen. So wird das eine oder andere Mal Fußball gespielt, worüber Moritz und ich uns auch nicht wirklich beschweren 😉

Die Unterrichtstage sind lang und anstrengend. Nach Schulende widmet man sich also lieber entspannenden Tätigkeiten wie lesen, Karten spielen oder eine Runde „nappen“.

In der letzten Woche war dann alles wie auf den Kopf gestellt. Die Vorbereitungen auf die Khmer New Year Party waren in vollem Gange.  Das Khmer New Year findet zwar erst 10 Tage später statt aber vor den Ferien wollte man das Fest an der Schule gebührend feiern. So bereiteten alle Klassen Lieder und Tänze vor und es wurde ein großes Fußballturnier und eine Tombola insziniert.
Mit rund 300 Gästen ein durchaus gelungenes Spektakel. Für uns allerdings auch sehr sehr stressig. Schilder mussten gemalt werden, die vom Regen (ja es regnet!!!!) zerstört und nochmal gemacht werden mussten. So bestand unser Wochenende aus viel Arbeit. Es hat sich aber gelohnt!!! Auch wenn das Fußballturnier nicht gewonnen wurde und einige Komplikationen den Weg säumten war der Tag dennoch ein voller Erfolg und alle hatten sehr viel Spaß :)

Totale Erschöpfung – wenn der Lehrer bei der Generalprobe einschläft

Montags war dann aufräumen angesagt und für uns gab es gleich das nächste zu organisierende Event.

Die „Seametrey Children’s Village Olympic Games“. Zwei Tage lang wurde gerannt, gesprungen, geworfen, gschwommen, gespielt und die rechtmäßigen Gewinner geehrt.

Und dann verabschiedeten sich alle in den wohlverdienten Urlaub. Wo wir diesen gerade verbringen und wie unsere Neujahrsstundenpläne aussehen berichte ich euch dann beim nächsten Mal!

Viele Grüße und Happy Khmer New Year 2017 – Year of the Rooster :)

Island life and more :)

So, da der letzte Blogeintrag ja doch etwas länger geworden ist dachte ich mir lasse ich das lieber dieses mal mit den vielen Worten.

Also lass ich lieber die folgenden Bilder die Geschichten erzählen die ich mit meiner Familie auf Koh Rong Samloem und meiner Volunteers-Crew am verlängerten Wochenende in Kampot erlebt habe.

Enjoy 🙂

Koh Rong Samloem:

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Paradise 🙂

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Yummy 🙂

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Pit Stop 🙂

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Es war einfach super schön mit euch 🙂 Vielen Dank dass ihr mich besuchen gekommen seid, ich vermisse euch jetzt schon… 5 Months to go!!!

Kampot and Area:

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Bokor Hill Station: can you see us?! 😛

Ein überaus gelungenes Wochenende und durchaus entspannte Wochen für mich 🙂

Jetzt sind wir aber alle wieder an der Schule. Theresa und Sarah verlassen uns :/ wir werden sie schmerzlich vermissen, aber Ende des Monats kommt auch schon frischer Wind.

Wir sind gespannt!

Bis bald 🙂

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

So da melde ich mich auch mal wieder!

Die letzten Wochen waren nicht sonderlich spannend, aber die allgemeine Vorfreude war deutlich zu spüren. Familienbesuche standen an!! 🙂

Als Erste war ich dran, die Vorhut in Form meiner Schwester kam Mitte Januar zu Besuch. Zusammen verbrachten wie ein paar Tage an der Schule (Schwimmunterricht mit Uta inklusive :P) und machten uns dann auf in Richtung Battambang. Die Kleinstadt hat ihren Charme eindeutig nicht verloren und so hatten wir jede Menge Spaß beim Bamboo Train und den anderen Attraktion. Absolutes Highlight war für mich wieder der Zirkus: ein echtes Muss!!! Außerdem besuchten wir dieses Mal sowohl die Killing Cave als auch die Bat Cave. Es ist einfach richtig beeindruckend so vielen Fledermäusen beim Ausschwärmen aus der Höhle zuzusehen! 🙂 

Danach machten wir uns per Boot auf den Weg nach Siem Reap, schon lustig wie stark sich der Wasserstand im Vergleich zum letzten Mal verändert hat! So bekam ich also die Chance mir Angkor nochmal anzusehen – und es war einfach genau so beeindruckend wie beim ersten Mal 🙂 wenn auch um einiges weniger anstrengend, dank TukTuk 😉 So wurden die Tempel erkundet und es erstaunte mich doch sehr wie viele der Tempel ich bei unserer ersten Tour noch nicht gesehen hatte. So stapften wir ernsthaft 12 Stunden durch die Ruinen, es hat sich gelohnt! Der anschließende Besuch auf dem Nightmarket fiel dann jedoch etwas kürzer aus 😉 

Am nächsten Tag wurde erstmal gechillt und dann musste ich mich auch schon wieder auf den Heimweg machen :/

Uta stürzte sich für ca 2 Wochen alleine ins Abenteuer inklusive 3-tägiger Mountainbiketour und vielen neuen Eindrücken im fremden Kambodscha. Das Beste aber kommt noch, denn sie macht ab April ein 6-monatiges Praktikum in Siem Reap. Für unsere Eltern heißt das: 2 Töchter in Kambodscha 😉

Aber die beiden können sich definitiv nicht beschweren, denn für sie ging es im diesjährigen Urlaub ebenfalls nach Kambodscha 😉

Am 8ten Februar machten sie sich auf die lange Reise nach Siem Reap um die Tempelstadt von Angkor zu erkunden 🙂 Eine Woche später war es dann soweit, Dienstag nach der Schule fuhr ich nach PP um mich mit der ganzen Familie zutreffen. Schon ein etwas seltsames Gefühl, aber nicht minder schön 🙂 Zusammen wurde gegessen und viel erzählt von den vergangenen 6 Monaten. Trotzdem kam mir an diesem Abend alles etwas surreal vor :‘)

Donnerstags stand dann der Schulbesuch an! Zwar hatte ich ein wenig Zeitdruck da aufgrund des Term-Ende noch ein paar Test zu schreiben waren, aber dennoch glaube ich hatten die beiden eine tolle Zeit. Es war schon toll ihnen mein Leben in Kambodscha so gut wie möglich zu zeigen (inklusive Schwimmunterricht mit Mama :P)

Nach Besuch der Schule („Teacher Inga, is that your mommy and daddy?“) fuhren wir zusammen zurück nach PP wo wir uns wiederum mit Uta trafen – zum Kochkurs. 

Am nächsten Morgen ging es dann los, ab in den Minivan und 8 Stunden Fahrt. Unser Ziel, die Provinz Ratanakiri oder besser gesagt, die Kleinstadt Banlung. (Banlung liegt direkt vorgelagert an einen Nationalpark in welchem die Grenze zu Laos und teils zu Vietnam verläuft)

Angekommen im Hotel staunte ich nicht schlecht. Urlaub mit Mama und Papa ist dann doch was anderes als wenn wir allein auf Reisen sind 😉 Die heiße Dusche wurde definitiv nicht verschwendet 😛 Abends saßen wir alle gemeinsam im Restaurant und genossen die gemeinsame Zeit.

Am nächsten Tag mieteten wir uns ein paar Mountainbikes. 

Rückblickend vielleicht nicht die beste Idee. Meines war viel zu klein und der Sattel rutschte immer wieder runter, das machten meine Knie nicht lange mit. Bei Mama funktionierte die Schaltung nicht wirklich, was das Fahren in hügeliger Umgebung sehr mühsam machte. Bei Uta und Papa lief es vorerst am Besten als wir uns durch die Hitze zum nahe gelegenen Wasserfall kämpften.

 Dieser war jedoch nicht wirklich beeindruckend, also machte man sich wieder auf den Rückweg. Da hatte jedoch Papas Fahrrad etwas einzuwenden und lies die Luft im Hinterrad entweichen.

 Das hieß für ihn, schieben in der Mittagshitze… Es dauerte auch einige Zeit bis ihn unsere Hotelcrew dann abholte. Danach war der Tag für ihn gelaufen. Wir drei Mädels legten uns also an den Pool und gingen danach was essen 🙂 Der Plan anschließend noch zum nahe gelegenen Kratersee zu fahren wurde verworfen und so verbrachten wir ein paar nette Stunden im süßen Restaurant.

Hoffentlich läuft der nächste Tag besser…

Muss ja, denn die nächsten zwei Tage würden wir auf einem Gibbon Spotting Trek verbringen. Mitsamt Guide ging es morgens nach dem Frühstück in Richtung Fluss wo bereits ein Boot auf uns wartete. Mit diesem ging es den Fluss hoch zu einem abgelegenen indigenen Volk.

 Dieses durften wir sogar anschauen und es war super interessant die Menschen bei ihrem alltäglichen Leben zu beobachten.

Die Menschen dort haben ihre eigene Sprache, also keinen Weg sich mit dem Rest der Bevölkerung zu verständigen. Eine Schule gibt es nicht, die Kinder heiraten sehr jung und so bekommen Paare um die 8-12 Kinder (Verhütung kennen sie nicht). Geld haben sie nicht also betreiben sie sowohl untereinander als auch in Banlung mit den anderen Einwohnern größtenteils Tauschhandel (Für einen Sack Reis bekomme ich 2 Hühner usw.). Das Volk lebt vom Dschungel. Kinder finden sich schon im Alter von 3 Jahren bestens im Wald zurecht. Die Jungs gehen jagen, die Mädchen holen Wasser, versorgen die Kinder und kochen. Ist alles Holz in der näheren Umgebung verbraucht zieht das ganze Volk weiter und schlägt ein neues Lager auf. So kann man auch das Alter der Menschen abschätzen, da sie immer nach ca 3 Jahren weiterziehen. Sie können nicht sagen wie alt sie sind, aber sie wissen wie oft sie schon umgezogen sind.

Sogar ihren Friedhof durften wir uns ansehen. Die Gräber sind je nach Stand der Familie größer und prunkvoller als andere. 

Stirbt ein Familienmitglied wird es für eine Woche im Dorf behalten. Anschließend findet das „erste“ Begräbnis statt und der Leichnam wird auf dem Friedhof beigelegt. Für die nächsten 12 Monate werden Familienmitglieder immer wieder Opfergaben am Grab ablegen, sodass der Tote mit allem versorgt ist was er auf seinem Weg ins Paradies so brauchen könnte. Dann folgt das „zweite“ Begräbnis infolge dessen das Grab nie wieder von den Familienmitgliedern besucht wird da man glaubt, dass der Geist nun vollständig ins Paradies aufgestiegen ist und es ihm an nichts mehr fehlt. Dafür werden ihm in reichen Familien zwei aus Holz geschnitzte „Bodyguards“ zur Seite gestellt.

 

Diese Lebensweise mit eigenen Augen zu sehen war wirklich beeindruckend. Scheinbar haben die eine oder andere NGO versucht den Menschen dort Zugang zu Bildung zu verschaffen oder sie in Kontakt zur anderen Bevölkerung treten zu lassen. Dies alles scheint den Menschen dort jedoch nicht sonderlich wichtig zu sein. Sie wollen einfach nur in Ruhe leben. Wie schön das doch irgendwie sein muss.

Nach einer weiteren Bootsfahrt ging es für uns ab aufs Moto. Die spannendste Motofahrt die ich bisher mitgemacht habe… Anfangs ging es noch über einen rostroten Schotterweg, doch irgendwann bogen wir ab und es ging Berg hoch, Berg runter eine sandige Piste entlang die immer schmaler wurde. 

Nachdem ich ein paar mal fest damit rechnete gleich im hohen Bogen vom Moto zu fliegen waren wir dann endlich da – in unserem Camp mitten im Dschungel. Viel gab es dort nicht, außer ein paar Holzhütten und einer nervigen Gans. Für eine Nacht sollte es reichen. Nach einem ca 2-stündigen Spaziergang und einem kurzen Abendessen ging es dann auch schon ab ins Bett.

Schließlich hieß es um 3.30am nichts wie raus aus den Federn, die Gibbons warten nicht. Also stapften wir im Entenmarsch hintereinander durch die Dunkelheit. Geredet wurde wahrlich nicht viel. Um ca 5.00am erreichten wir nach einer kleinen Wanderung den Wartepunkt. Hier würden wir auf das Erwachen der Affen warten – und versuchten vorher nicht wieder einzuschlafen 😉 Um fast punkt 6 Uhr hörten wir dann, wie sich unsere Gruppe bestehend aus einem Weibchen mit Baby und 3 Männchen lautstark zu Wort meldete. Los gehts, dem Guide hinterher! Durch den Wald, bis wir sie endlich erblickten. Zu Anfang konnte man sie nur erahnen, in den hohen Baumwipfeln. Später jedoch trieb sie der Hunger weiter nach unten, sodass wir sie aus 10-15m Entfernung beobachten konnten. Es war richtig beeindruckend diesen Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum etwas näher zu kommen! Ein wirklich tolles Erlebnis 🙂

Mit Rückfahrt waren wir erst mittags allesamt glücklich aber müde zurück am Hotel. Doch eine Station gab es noch. Nach ein paar Stunden Pause machten wir uns auf den Weg zum Kratersee Yak Loum. Hier wurde eine Runde gebadet und der letzte Tag ausklingen lassen. Denn Dienstag Morgen mussten Uta und ich uns schon auf den Rückweg nach PP machen. Jedoch nur für eine halbe Woche 🙂 Momentan sind wir nämlich wieder alle zusammen im Urlaub 🙂 wo wir sind und was wir so machen erfahrt ihr dann beim nächsten Mal, bis dann 🙂